DIE TIERE

  KAPITEL 1  

Uatu und das Auge von Sol

Ryx, der junge Graufuchs wurde als Welpe von seiner Familie getrennt. Hat aus dieser Zeit nur vage Träume von seiner Mutter und grellen Lichtern. Kann auf Bäume klettern.

Uatu, der zerrupfte, fluchende Rabe ist Wissenschaftler und wird Ryx' erster Lehrer.

Er lehrt ihn Hebelgesetze und Geheimnisse des Waldes. Gemeinsam finden sie das Auge von Sol.

  KAPITEL 2  

Von Haufen, Hel und Hirschen

Die Wildschweinfrischlinge Edvyn und Ena büchsen immer wieder aus dem Tryflhain aus und ihre große Schwester Hel muss sie wieder einfangen.

Domingo ist der Sportlichste aller Junghirsche, 

hat bei der alljährlichen Alvarade alle Wettbewerbe seiner Altersklasse gewonnen. Bis auf das Geweihdrücken.

  KAPITEL 3  

Die Nacht am Geisterwald

Der Habicht Folnir ist ein gefürchteter Jäger, der es auf Ryx und Uatu abgesehen hat. Offenbar will er das Auge von Sol für sich.

Der Pelikan Perihel und die Maus Azimut vermessen das Land. Sie erstellen im Auftrag der Eule Archemidis eine Karte der Welt.

  KAPITEL 4  

Kip

Der Dachs Tak ist neugierig und gutmutig, aber er glaubt nichts, was "der Nefi" nicht sagt. "Es gibt nur einen Nefi und der sagt, man soll den Honig fressen, wie man ihn findet."

Das Eichhörnchen Kip wird Ryx' zweiter Lehrer und sein bester Freund. Er lehrt ihn unter anderem klettern, zählen, Kobel bauen und fluchen.

"So eine Rattenkacke!"

  KAPITEL 5  

Zaras Lächeln

Die Ente Sir Edvard von Entington kann laufen, fliegen und schwimmen und glaubt deswegen "besonderser" zu sein als alle anderen Tiere. Zudem

der einzige grundbesitzende Erpel überhaupt.

Zara das Faultier, hängt auf dem heiligen Berg Bacaba und wird als "Hunabka" angebetet. Die Tiere des Waldes bringen Opfer und erzählen ihr von ihren Problemen.

  KAPITEL 6  

Die Brücke bei Bacaba

Das Wildschwein Cilan ist Brückenwächter von Bacaba und Padawan des weisen Sehers Cubra Khan. Cilan legt gerne Haufen, auch wenn er nicht an das Zählen glaubt.

Der junge Hirsch Bastias bewacht ebenso wie Cilan die Brücke bei Bacaba. Er ist allerdings anders als seine Brüder und mag die Tryfl m Tryflhain. Alle Sorten.

  KAPITEL 7  

Altobello und das Budenrudel

Altobello, der Bär, ist wie Ryx ein Waisenkind. Er ist jung, verspielt und gutmütig. "Wenn ihr meine Freunde seid, dann sind meine Fische auch Eure Fische!"

  KAPITEL 8  

Von Burgen und Bräuchen

Die Biber, Herschels schwangere Witwe Henosch, deren Bruder Enosch, dessen Frau MAHALEL und deren Kinder  Kenan, Tubal und Metuschelach wohnen am Fuß der Donnerberge und bauen dort in den Hängen ihre Dämme und Burgen. Grüßen mit "Grüß Sol!" oder kurz "G'SOl".

  KAPITEL 9  

Das Monster in den Donnerbergen

Um das Monster in den Donnerbergen ranken sich viele Gerüchte. Die Eichelhäher sprechen von einem Wesen, riesiger als die größten Fichten und mit mehr als einem Haufen Armen, das immer wieder anders aussieht. Die Biber in den Hängen bringen dem Monster, das sie Derleth nennen, Opfer in die Berge. Doch gesehen hat es seit Ewigkeiten niemand.

DIE WELT

YMR (Ausschnitt, nach Angaben von Perihel und Azimut)  X - Position Ryx, Kapitel 1.

DIE WELT VON YMR

ALVARA


Größtes und westlichstes Land Ymrs. Heimat der Hirsche. Seit dem Pakt von Bacaba sind die Wildschweine verbannt. Hier liegen ua. das weite Feld, Hidalgo und auch Bacaba.

DONNERBERGE


Hochgebirge im Süden, die Gipfel stecken immer in Gewitterwolken. Nach alter Legende lebt hier ein Monster, das macht, dass es immer regnet.

MAMYR


Größter Fluß Ymrs, trennt den Westen und den Osten Ymrs, dh. Alvara von Tical. Es gibt insgesamt nur drei Brücken über Mamyr, eine davon bei Bacaba.

BACABA


Heiliger Berg im Herzen Ymrs. Liegt zwar in Alvara, ist aber nach dem Pakt von Bacaba für alle Tiere zugänglich, selbst die Wildschweine werden geduldet. 

GELMYR


Riesiger Stausee im Süden, kurz vor den Donnerbergen, wurde einst von den ersten Bibern angelegt. Größtes Binnengewässer Ymrs.


TRYFLHAIN


Heimatwald der Wildschweine, liegt im Westen Ticals. Hat die dichtesten Baumkronen ganz Ymrs und diverse heißbegehrte Pilzsorten.

DIE GÖTTER VON YMR

SOL (m)


Die Sonne. Alle Tiere verehren sie auf ihre Art, selbst die Nachtaktiven. Nach alten Legenden der Erstgeborene der Urgöttin Boom. Im Süden verbreitet ist der Gruß: Grüß Sol! oder kurz: G'Sol!

ARAKASH (m)


Das Feuer. Nur wenige kennen noch diesen alten Namen und seine Herkunft. Uatu ist einer von ihnen.

ERO (m)


Die Luft. Von vielen angebetet, vorrangig von den Vögeln und Hirschen.

UNAKI


(wörtlich: Die von den Sternen kommen) Nach alten Legenden entführt diese hochentwickelte Art von einer anderen Welt Jungtiere aus dem Wald. Auf Ymr auch NEFI genannt (wörtlich: Die ohne Fell).

LU (w)


Der Mond. Wird wie Sol von allen verehrt, aber auch oft mit Irrsinn verbunden.

Die alten Geschichten, nachdem sie, Lu, die weise Schwester des heißblütigen Sol ist, kennen nur noch wenige.

MYR  (w)


Das Wasser. Wird letzlich von allen Tieren verehrt, in anderen Gegenden auch AWA genannt.

MA  (w)


Die Erde. Bedeutet sowohl Boden als auch Welt. Ma ist die Urmutter aller Tiere und wird ua. von den Wildschweinen angebetet. 

HAUFEN

  ZÄHLEN  

mit Uatu

"Eins, zwei, drei. Das nennt man auch ein Häufchen. Die schlauesten Tiere können bis neun zählen. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun. Das nennt man einen Haufen.


Ab dann zählt man: ein Haufen und eins, ein Haufen und zwei, ein Haufen und ein Häufchen und so weiter. Wer gut zählen kann, ist klar im Vorteil.


So jemand kann zum Beispiel auch hebeln und große Steine rollen, ganz ohne Märchen, Lügen und Legenden", krähte Uatu.


  SPIEL  

"Das Ziel des Spiels ist es, einen Haufen zu legen. Ein Haufen ist genau ein Häufchen hoch und genau ein Häufchen breit. 


Mit jeden Zug legt man zunächst drei Steine, auch Blatt genannt. Pass auf, ich zeig's Dir", 

krähte der Rabe.

"Das hier ist ein Stamm. Den kannst Du als

Nord-Süd-Stamm legen, auch Hochstamm genannt...

...oder als Ost-West-Stamm, auch Flachstamm genannt.

Dazu gibt es den Knick, genauer gesagt den

Nord-West-Knick...

...den Süd-West-Knick...

...den Nord-Ost-Knick...

...und den Süd-Ost-Knick.

Das sind alle Blätter, die Du legen kannst. Nun legt jeder abwechselnd ein Blatt. Das muss an mindestens eine freie Himmelsrichtung eines bereits liegenden Steines angelegt werden. Der erste, der mit seinen Steinen einen Haufen legt, hat gewonnen. Ganz einfach.

 

Noch Fragen? Ja? Gut. Fang Du doch einfach mal an", krähte Uatu.

Ryx blickte scheu auf Uatu. Dann schnappte er sich drei Eicheln und legte sie sachte nebeneinander auf den Waldboden.

 "Ah, ja. Ein Flachstamm. Solides Blatt. Klassischer Anfang", krähte Uatu, legte wortlos seine drei Steine zu einem Hochstamm an die freie Südseite der mittleren Eichel und blickte Ryx tief in die Augen.

"Du bist dran", krähte der Rabe. Ryx blickte auf das entstandene Kreuz und überlegte lang. Dann legte er über jede seiner Eicheln noch eine Eichel, zu einem weiteren Flachstamm.

"Ha! Sehr gescheit, mein grauer Freund! Du treibst mich vor Dir her! Siehst Du, ich muss jetzt unbedingt reagieren, sonst legst Du mir mit Deinem nächsten Blatt schon einen Haufen! Sehr schön. Aus Dir kann mal ein ganz ordentlicher Haufenleger werden...", krähte Uatu stolz und konterte mit einem trockenen Süd-Ost-Knick.

"Booom! Das wird jetzt aber sicher kein Haufen mehr, krahahahar...", lachte der Rabe und stolzierte wippend auf und ab. Schließlich setzte er sich wieder vor die Steine, blickte Ryx tief in die Augen und sagte: "Du bist dran...", als plötzlich zwei kichernde Wildschweinfrischlinge aus den Büschen purzelten.

  KAPITEL 6  

Die Brücke bei Bacaba

Von Burgen und Bräuchen

RYX

METUSCHELACH

  KAPITEL 8